Netzwerk Forst und Holz Unterfranken e.V.

 

  • presseberichte
17. Oktober 2012

Unternehmerbefragung im Sektor Forst und Holz in Unterfranken

Schlechte Stimmung bei Forstbetrieben und Sägern

Rund 1800 Betriebe bekamen im Mai die Chance, dem Netzwerk Forst und Holz Unterfranken e.V. ihre Meinung zu sagen. Sie wurden im Rahmen einer Unternehmerbefragung angeschrieben und zu Betriebsstruktur, Stimmung, betrieblichen Zielen, Interessen und Bedürfnissen befragt.

Christoph Groetsch, Geschäftsführer des Branchennetzwerks, zeigt sich mit einer Rücklaufquote von fast 10% sehr zufrieden. Insgesamt haben sich Betriebe aus mehr als 30 Branchen an der Umfrage beteiligt. Die stärkste Beteiligung zeigten dabei die Schreiner, gefolgt von Zimmereien und Sägewerken. Aber auch Forstbetriebe, Palettenhersteller und Architekten haben ihre Meinung geäußert. 

Schlechte Stimmung macht sich vor allem am Anfang der Wertschöpfungskette bemerkbar. Forstdienstleister und Sägewerke beklagen steigende Rundholzpreise, wachsende Logistikkosten und zunehmende Preisschlachten auf deutschen und internationalen Absatzmärkten. Insgesamt stuften rund 20% der antwortenden Betriebe die Stimmung als schlecht bzw. sehr schlecht ein. Besser scheint es den Unternehmen am Ende der Wertschöpfungskette zu ergehen. Schreiner, Zimmerer und Architekten haben überwiegend gefüllte Auftragsbücher. Grund dafür sind Neubauten, energetische Sanierungen und Renovierungen. Deshalb schätzten fast 80% der teilnehmenden Betriebe die Stimmung als gut bzw. sehr gut ein.

 

 

 

Erfreut zeigt sich Christoph Groetsch auch über den vorhandenen Netzwerkgedanken. Fast ¾ aller antwortenden Unternehmen können sich eine engere Zusammenarbeit mit anderen regionalen Holzverarbeitungsbetrieben vorstellen. Vor allem in den Bereichen Beschaffung, Produktion und Marketing sehen die Unternehmen die Möglichkeit, durch ein stärkeres Miteinander Kosten einzusparen. Darüber hinaus möchten zahlreiche Betriebe unter anderem zu den Themen Holzenergie, Holzbau, Fördermittelbeschaffung und Nachfolgeregelung informiert und geschult werden. Probleme sehen die Betriebe beispielsweise im Fachkräftemangel, der Holzlogistik und der Materialbeschaffung.